Spätverfolgung von NS-Unrecht
Materialtyp:
TextSprache: DeutschReihen: Social Science and Law (German Language) SeriesVerlag: Berlin, Heidelberg : Springer Berlin / Heidelberg, 2023Copyright-Datum: {copy}2023Auflage: 1st edBeschreibung: 1 online resource (484 pages)Inhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783662664780Genre/Form: Fernzugriff | Andere physische Formen: Print version: : Spätverfolgung Von NS-UnrechtOnline-Ressourcen: Volltext | Buchcover | Medientyp | Aktuelle Bibliothek | Heimatbibliothek | Sammlung | Standort | Signatur | Beilagen | Band/Heft | URL | Exemplarnummer | Status | Hinweise | Fälligkeitsdatum | Barcode | Vormerkungen | Rang in Vormerkungen | Semesterapparate | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E-Books | MWN Osteuropa Online-Ressource | E-26-e00088 (Regal durchstöbern(Öffnet sich unterhalb)) | Verfügbar | 76592 |
Regale von MWN Osteuropa durchstöbern Regalbrowser ausblenden (Regal ausblenden)
E-Book-ProQuest / Fernzugriff nach Registrierung möglich
Intro -- Vorwort -- Inhaltsverzeichnis -- Abkürzungsverzeichnis -- Kapitel 1: Einführung -- Teil I: Vorgeschichte und Hintergründe -- Kapitel 2: Der Holocaust als Gegenstand der bundesdeutschen Strafjustiz -- 2.1 Der Zufall als Staatsanwalt - zur Justizgeschichte bis 1958 -- 2.1.1 Die Prozesse der Alliierten -- 2.1.2 Die Haltung der (west-)deutschen Justiz -- 2.2 Verfolgung, Verjährung und Amnestie - zur Entwicklung ab 1958 -- 2.2.1 Der Ulmer Einsatzgruppenprozess als Wendepunkt -- 2.2.2 Verjährung und faktische Amnestie -- 2.3 Grundlinien der Rechtsprechung -- 2.3.1 Die Feststellung des Geschehenen - ein Zeugnis gegen das Leugnen von Völkermord -- 2.3.2 Die juristische Bewertung der Beteiligung am Holocaust -- 2.4 Zur Kritik des juristischen Konzepts der Rechtsprechung -- 2.4.1 Recht und Führerwille im „Dritten Reich" -- 2.4.2 Das juristische Bewertungsproblem - „Was gestern Recht war, muß heute Unrecht sein" -- 2.5 Fazit -- 2.6 Epilog -- Literatur -- Kapitel 3: Vom „Schrank der Schande" auf die nationale Visitenkarte: Die Bundesrepublik und der Umgang mit nationalsozialistischen Massenverbrechen und dem Holocaust -- 3.1 Einleitung -- 3.2 Drei Phasen der juristischen, fachhistorischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Massenverbrechen und Täterschaft -- 3.2.1 Dämonisierung: Das Abnorme als Möglichkeit der moralischen Distanzierung -- 3.2.2 Viktimisierung: Das Verschwinden von Tätern wie Opfern hinter einem totalen Staat und seiner Bürokratie -- 3.2.3 Diversifizierung: Die individualisierte und vielschichtige Sicht auf Holocaust und Täterschaft -- 3.3 Schluss -- Literatur -- Kapitel 4: Die (Nicht-)Verjährung von NS-Verbrechen. Sternstunde und nur (k)ein Kompromiss? -- 4.1 Überblick über die Reform des Verjährungsrechts in Bezug auf NS-Verbrechen -- 4.2 Bundestagsdebatte von 1965 -- 4.2.1 Ablauf der Debatte.
4.2.2 Argumente in der Debatte -- 4.2.2.1 Stand der Aufarbeitung -- 4.2.2.2 Zulässigkeit einer rückwirkenden Verlängerung laufender Fristen? -- 4.3 Einordnung -- 4.3.1 Ausgangspunkt des Reichsgerichts -- 4.3.2 Wechsel zur prozessualen Einordnung -- 4.3.3 Unmittelbarer Kontext des Rechtsprechungswechsels -- 4.3.4 Nähere Einordnung in den Kontext -- 4.3.5 „Schurken"? -- 4.3.6 Der Preis der Sternstunde? -- 4.4 Fazit -- Literatur -- Kapitel 5: Verspätete Gerechtigkeit ohne Strafe -- 5.1 Einleitung -- 5.2 Die erste Phase der Strafverfolgung und der Schrank der Schande -- 5.3 Die neuen Phasen der Strafverfolgung -- 5.4 Handelt es sich um wahre Gerechtigkeit? -- 5.4.1 Eine Gelegenheit zur „Korrektur" der bisherigen Rechtsprechung -- 5.4.2 Der erste öffentliche Raum für die Opfer, um ihre Wahrheit zu erzählen -- 5.4.3 Ein Beitrag zu einer historischen Darstellung des Sachverhalts -- 5.4.4 Eine Form der Verantwortlichkeit für die Täter -- 5.4.5 Staatshaftung für Schäden durch Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit -- 5.5 Fazit -- Literatur -- Teil II: Das Demjanjuk-Urteil als Paradigmenwechsel -- Kapitel 6: Das Demjanjuk-Urteil: Eine späte Korrektur -- Literatur -- Kapitel 7: Spätverfolgung von NS-Unrecht aus der Sicht einer Gerichtsreporterin -- Literatur -- Kapitel 8: Der Wachmann und die Sekretärin -- Literatur -- Teil III: Reflexionen der Prozessbeteiligten -- Kapitel 9: Die Zentrale Stelle in Ludwigsburg -- 9.1 Vorbemerkung -- 9.2 Die Zentrale Stelle - Gründung, Aufgabe und Arbeitsweise -- 9.3 Das Urteil gegen John Demjanjuk und seine Bedeutung für die weitere Arbeit der Zentralen Stelle -- 9.4 Die Auschwitz-Verfahren und das KL Majdanek -- 9.5 Die ersten „neuen" Urteile -- 9.6 Die weiteren Konzentrationslagerermittlungen -- 9.7 Das Hamburger Urteil und die Ausweitung der Vorermittlungen auf Kriegsgefangenenlager.
9.8 Die „letzten" NS-Prozesse? -- Literatur -- Kapitel 10: Rechtsstaatlichkeit als Antwort auf Verbrechen im Unrechtsstaat -- 10.1 Einleitung -- 10.2 Rücktritt vom Mordversuch -- 10.2.1 Differenzierte Bewertung der Haupttaten als Ausgangspunkt -- 10.2.2 Strafprozessualer Kontext der Beihilfe zu versuchten Morden -- 10.2.3 Rechtliche Einordnung des versuchten Mordes und des Rücktritts -- 10.2.4 Schwierigkeiten bei der Entscheidung -- 10.3 Überzeugungsbildung bei Spätverfolgung -- 10.4 Abschließende Betrachtungen -- Kapitel 11: Spätverfolgung von NS-Unrecht - Reflexionen der Nebenklagevertretung -- 11.1 Vorbemerkung -- 11.2 Nebenklage in NS-Verfahren: ein kurzer historischer Rückblick -- 11.2.1 Der Eichmann-Prozess 1961 ohne Rechtsanwälte als Nebenklagevertreter -- 11.2.2 Die Nebenklage in den ersten beiden Frankfurter Auschwitz-Prozessen 1963 und 1965 -- 11.3 Die besondere Bedeutung der Nebenklage in den aktuellen NS-Prozessen -- 11.3.1 Frühe Zeugenvernehmungen der heutigen Nebenkläger -- 11.3.2 Die Beratung der Überlebenden -- 11.3.3 Bedeutung der Nebenkläger, insbesondere durch ihre Aussagen am Beispiel des Verfahrens gegen Oskar Gröning -- 11.4 Schlussbetrachtung -- Literatur -- Kapitel 12: Die Rolle der Strafverteidigung in den letzten NS-Verfahren -- 12.1 Einleitung -- 12.2 Die Eröffnungsplädoyers -- 12.3 Das weitere Vorgehen der Verteidigung -- 12.4 Die Strafverteidigung in der medialen Berichterstattung -- 12.5 Schlussbemerkungen -- Literatur -- Teil IV: Juristische Rezeptionen -- Kapitel 13: Zur straftheoretischen Rechtfertigung der späten Bestrafung hochbetagter NS-Verbrecher -- 13.1 Einleitung -- 13.2 Erster Teil: Straftheoretische Vorüberlegungen -- 13.2.1 Warum auf gute Zwecke verweisen? -- 13.2.2 Welche Zwecke berücksichtigen? -- 13.2.2.1 Zweckrealisierungsfragen und normative Fragen nach der legitimierenden Kraft.
13.2.2.2 Was meint „Rechtfertigung von Strafe"? - Verschiedene Rechtfertigungsgegenstände -- 13.2.2.3 Was meint „Rechtfertigung von Strafe"? - Verschiedene Rechtfertigungsmaßstäbe -- 13.2.3 Ergebnis der Vorüberlegungen -- 13.3 Zweiter Teil: Zweckrealisierungsfragen -- 13.3.1 Vergeltung -- 13.3.2 Spezialprävention -- 13.3.3 Generalprävention -- 13.3.4 Expressive Zwecke -- 13.4 Fazit -- Literatur -- Kapitel 14: Grund und Grenzen strafbarer Beihilfe in NS-Vernichtungslagern -- 14.1 Einleitung -- 14.2 Begründungsansätze der Beihilfestrafbarkeit gestern und heute -- 14.3 Zur Überzeugungskraft der verschiedenen Beihilfekonstruktionen -- 14.4 Die Alternative: Organisationsbezogene Beihilfe -- 14.5 Die beteiligungsdogmatische Absicherung organisationsbezogener Beihilfe -- 14.5.1 Bezugspunkt: NS-Führungspersonal als mittelbare Täter kraft Organisationsherrschaft -- 14.5.2 Förderung der Haupttat durch taugliche Gehilfenbeiträge -- 14.5.3 Grenzen strafbarer systemdienlicher Beihilfe zu den Verbrechen in Konzentrationslagern -- 14.5.3.1 Interne Beiträge des Lagerpersonals -- 14.5.3.2 Fördernde Beiträge Externer -- 14.6 Organisationsbezogene Beihilfe zu Massenverbrechen in NS-Vernichtungslagern -- Literatur -- Kapitel 15: Im Ringen mit sich selbst -- 15.1 Einleitung -- 15.2 Nachweis der „konkreten Einzeltat"? -- 15.3 „Vernichtung durch Arbeit" -- 15.4 „Gehilfenrechtsprechung" -- 15.5 „Putativnotstand" -- 15.6 Repressalien -- 15.7 Fazit -- Literatur -- Kapitel 16: Strafzumessung für nationalsozialistische Massenvernichtungsverbrechen vor bundesdeutschen Gerichten -- 16.1 Weichenstellungen auf Strafbegründungsebene -- 16.1.1 Die „Gehilfenrechtsprechung" -- 16.1.2 Schuldausschluss und Strafrahmenmilderung -- 16.1.3 Strafrahmenmilderung aufgrund von Verstrickung in staatlich befohlene Verbrechen? -- 16.1.4 Zwischenergebnis -- 16.2 Kriterien für die Strafzumessung.
16.2.1 Die Eingliederung des Handelnden in ein makrokriminelles Unrechtssystem, die Zeitumstände und die Beeinträchtigung des Anders-Handeln-Könnens -- 16.2.2 Das Unrecht der Taten -- 16.2.3 Das Vor- und Nachtatverhalten -- 16.2.4 Der Abstand zwischen Tat und Urteil sowie das fortgeschrittene Alter von Angeklagten -- 16.2.5 Präventionszwecke -- 16.3 Bewertung und Schluss -- Literatur -- Kapitel 17: Verfolgbarkeit von Mordgehilfen 75 Jahre nach der Tat -- 17.1 Einleitung -- 17.2 Anzuwendendes Recht -- 17.2.1 Dimensionen der Anwendbarkeit -- 17.2.2 Zeitlicher Geltungsbereich -- 17.2.3 Räumlicher Geltungsbereich -- 17.2.4 Jugendstrafrecht -- 17.3 Reichweite des  78 Abs. 2 StGB -- 17.4 Schluss -- Literatur -- Kapitel 18: Spätverfolgung von NS-Unrecht - alternativlos? -- 18.1 Einführung -- 18.2 Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) -- 18.2.1 Einstellung des Verfahrens nach  153a StPO -- 18.2.2 Verfahrenseinstellung nach  46a StGB i. V. m.  153b StPO -- 18.2.2.1 Allgemeines -- 18.2.2.2 Das Wort „verwirkt" i. S. d.  46a StGB -- 18.2.2.3 Zur „doppelten Milderung" im Rahmen des  46a StGB -- 18.2.2.4 „Opferlose" Delikte -- 18.2.2.5 Vielzahl von Opfern -- 18.2.2.6 Entgegenstehender Opferwille -- 18.2.2.7 Wiedergutmachung ganz oder zum überwiegenden Teil -- 18.3 Fazit -- Literatur -- Teil V: Geschichtswissenschaftliche Bilanz -- Kapitel 19: Leerstelle der Zeitgeschichtsschreibung? Spätverfolgung der NS-Verbrechen als Konfrontation mit den NS-Verbrechen - nach Jahrzehnten -- 19.1 Versagen der Geschichtswissenschaft? -- 19.2 Außenseiter als geschichtswissenschaftliche Leistungsträger -- 19.3 Faktoren der Spätverfolgung -- 19.4 Fakten und Deutungen -- 19.5 Handlungsspielräume -- 19.6 Generelle Deutungen der Historiker -- 19.7 Wandel der Einschätzungen oder Epochenverschleppung? -- 19.8 Korrektur der Epochenverschleppung -- 19.9 Zwei Zeitschichten durchdringen.
19.10 Paradigmenwechsel.
75 Jahre nach dem Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess ist die Strafverfolgung der nationalsozialistischen Systemverbrechen faktisch abgeschlossen.Der Band nimmt den letzten Akt der Strafverfolgung von NS-Unrecht in Deutschland in den Blick.
Es gibt keine Kommentare für diesen Titel.