Kunstfreiheit: Eine deutsche Ideologie Vom Naturalismus bis zur documenta fifteen / von Peter Jelavich [electronic resource]
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TextSprache: DeutschReihen: Klostermann/Nexus ; 111Verlag: Frankfurt am Main Klostermann 2025Auflage: 1. Auflage 2025Beschreibung: 184 S. online resourceInhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783465046738; 9783465146735Schlagwörter: Kulturgeschichte | Cultural History | Weimarer Republik | Antisemitismus | Kulturgeschichte | Kaiserreich | Nationalsozialismus | Film | Rechtsprechung | Literatur | Bundesrepublik Deutschland | Ideologie | Kunstfreiheit | Bildende Kunst | Geschichte 1870–2020 | Schmutz und Schund | UnsittlichkeitAndere physische Formen: Printed edition: Online-Ressourcen: Volltext | Buchcover | Medientyp | Aktuelle Bibliothek | Heimatbibliothek | Sammlung | Standort | Signatur | Beilagen | Band/Heft | URL | Exemplarnummer | Status | Hinweise | Fälligkeitsdatum | Barcode | Vormerkungen | Rang in Vormerkungen | Semesterapparate | |
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Einleitung: Kunstfreiheit als deutsche Ideologie -- Kunstfreiheit im Kaiserreich -- Kunstfreiheit in der Weimarer Republik -- »Kunstfreiheit« im »Dritten Reich«
Die „Kunstfreiheit“ wird von deutschen Politikern und Kulturschaffenden oft und gern als hohes Gut gepriesen. Die Tatsache, dass das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland der Kunst ein höheres Maß an Freiheit zugesteht als Meinungsäußerungen, ist weltweit einmalig: Überall sonst wird Kunst unter genereller Ausdrucksfreiheit subsumiert, sie genießt keine Vorzugsbehandlung. Dieses Buch setzt ein am Ausgangspunkt des deutschen Sonderweges in Sachen Kunstfreiheit im 19. Jahrhundert, als die Kunst zwar für „frei“ erklärt wurde, in Wirklichkeit aber eng begrenzt war: Auf Grund des damals vorherrschenden ästhetischen Idealismus musste sie autonom und „interesselos“ sein, d.h. weder „unzüchtig“ noch politisch. Mit der zunehmenden Politisierung und Erotisierung der Künste im 20. Jahrhundert sind aber die ursprünglichen Prämissen der „Kunstfreiheit” längst überholt. In mancher Hinsicht ist dies unerheblich: Die Meinungsfreiheit ist inzwischen so weit ausgedehnt, dass es nur noch selten nötig ist, sich auf ein zusätzliches Maß an Kunstfreiheit zu berufen. Die staatliche Subventionierung der Kunst kann jedoch zur Finanzierung von Werken führen, die Botschaften vermitteln, die den allgemeinen gesellschaftlichen Werten zuwiderlaufen. Die dadurch entstehende Problematik wird im letzten Teil des Bandes in Bezug auf Antisemitismus im Kulturbereich erläutert.
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