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_aKöniginnen zwischen Fremde und Vaterland _bHeiratsmigrantinnen des hohen Mittelalters und die politische Integration Europas _cMichael Borgolte |
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| 520 | 0 | _aWie gewannen europ�ische K�nigst�chter trotz erzwungener Heiraten im fremden Land politischen und kulturellen Einfluss und pers�nliche Mobilit�t? K�nigliche und f�rstliche Heiratspolitik, ein Kennzeichen dynastisch gepr�gter Herrschaften, verdichtete sich im 11. bis 13. Jahrhundert zu einem fast ganz Europa umspannenden Netzwerk. Die Prinzessinnen und K�nigsschwestern erwartete am fremden Hof zwar nichts anderes als ihre Ehe, doch trugen sie schon in ihrer passiven Rolle zur Friedenssicherung bei. An der Seite ihres Gatten, besonders aber als Witwen konnten sie zudem Freir�ume gewinnen, die sie zur Ausbreitung von Kultur und Religion, f�r besondere politische Ambitionen und nicht zuletzt zur Erf�llung pers�nlicher Ziele nutzten. Aus dem hohen Mittelalter sind Briefe von K�niginnen �berliefert, die �ber ihr Schicksal Auskunft geben. So treten die ungl�cklichen, aber auch charakterstarken Frauen Ingeborg, als geb�rtige D�nin K�nigin von Frankreich, oder Sophia, Tochter eines K�nigs von Ungarn, die im deutschen Reich durch Heirat zu Einfluss gelangte, hervor. Noch fesselnder ist die Geschichte einer russischen Prinzessin, die der Salier Heinrich IV. zur Sexsklavin an seinem Hof machen wollte, an deren Widerstand er jedoch scheiterte. Um 1200 gelang es manchen der Frauen, ihre Rolle als �Heiratsmigrantin� abzustreifen und in ihrem Herkunftsland ebenso wie im Reich ihres Gemahls pr�sent zu sein. Migration m�ndete hier in einen erweiterten Radius der Mobilit�t. Der Band stellt eine Fortsetzung dar zu Michael Borgoltes 2024 im Wallstein Verlag erschienener Publikation �K�nigin in der Fremde. Fr�hmittelalterliche Heiratsmigration und die Anf�nge der europ�ischen B�ndnispolitik� (2. Aufl. 2025). | |
| 653 | _aGeschichte | ||
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