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Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972 / von Jonas Hahn [electronic resource]

Von: Hahn, Jonas [author]Mitwirkende(r): Nomos eLibrary (Online service)Materialtyp: TextTextSprache: DeutschReihen: Israel-StudienVerlag: Göttingen Wallstein Verlag 2025Auflage: 1. Auflage 2025Beschreibung: 352 S. online resourceInhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783835358690; 9783835388093Schlagwörter: Geschichte | History | Deutschland | Sozialgeschichte | Antisemitismus | Holocaust | Berlin | Studierende | Israel | Erinnerungsarbeit | Diplomatische Beziehungen | politisches Engagement | NS-Aufarbeitung | Studiengruppen | Deutsche Nachkriegsgeschichte | Studentische Bewegung | Jochanan BlochAndere physische Formen: Printed edition: Online-Ressourcen: Volltext
Inhalte:
1. Einleitung -- 2. Außerhalb des Blickfelds. Westdeutsche Universitäten und Israel (1948–1956) -- 3. Aufkommende Israelfaszination und sozialistisches Kibbuzinteresse. Die Gründung der Deutsch-Israelischen Studiengruppe in Berlin (1956–1959) -- 4. Politisierung und Institutionalisierung des studentischen Israelengagements. Von den Studiengruppen zum Bundesverband Deutsch-Israelischer Studiengruppen (1959–1961) -- 5. Ein kritischer Blick auf die eigene Gesellschaft. Die Forderung nach Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der Aufnahme diplomatischer Beziehungenzu Israel (1959–1965) -- 6. »Wozu überhaupt noch Deutsch-Israelische Studiengruppen?« Identitätskrise des studentischen Israelengagements nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen (1965–1967) -- 7. Verbunden in »kritischer Solidarität«. Neujustierung von Positionen nach dem Sechstagekrieg (1967–1972) -- 8. Zusammenfassung und Ausblick -- Danksagung -- Zeittafel -- Abkürzungen -- Abbildungsverzeichnis -- Quellen- und Literaturverzeichnis -- Personenregister
Zusammenfassung: Ab Ende der 1950er-Jahre engagierten sich die Deutsch-Israelischen Studiengruppen an westdeutschen Universitäten für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Im Jahr 1957 gründete der israelische Student Jochanan Bloch an der Freien Universität Berlin die erste Deutsch-Israelische Studiengruppe. Nach dem Berliner Vorbild konstituierten sich in den folgenden Jahren auch an anderen westdeutschen Universitäten parallele Gruppen. Mitte der 1960er-Jahre existierten zeitgleich insgesamt 19 solcher Gruppen mit etwa 600 bis 800 Mitgliedern. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalsozialismus und Holocaust engagierten sich die Mitglieder in Deutschland für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Jonas Hahn bettet die Geschichte dieser studentischen Vereinigung in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Auf Grundlage einer umfangreichen Quellensammlung liefert der Autor eine sozialgeschichtliche Analyse der Anfänge des deutsch-israelischen Beziehungsverhältnisses, in dem studentische und gesellschaftliche Akteure eine Vorreiterrolle einnahmen und mit ihrem Engagement politischen Entwicklungen und der offiziellen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 den Weg ebneten.
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1. Einleitung -- 2. Außerhalb des Blickfelds. Westdeutsche Universitäten und Israel (1948–1956) -- 3. Aufkommende Israelfaszination und sozialistisches Kibbuzinteresse. Die Gründung der Deutsch-Israelischen Studiengruppe in Berlin (1956–1959) -- 4. Politisierung und Institutionalisierung des studentischen Israelengagements. Von den Studiengruppen zum Bundesverband Deutsch-Israelischer Studiengruppen (1959–1961) -- 5. Ein kritischer Blick auf die eigene Gesellschaft. Die Forderung nach Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der Aufnahme diplomatischer Beziehungenzu Israel (1959–1965) -- 6. »Wozu überhaupt noch Deutsch-Israelische Studiengruppen?« Identitätskrise des studentischen Israelengagements nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen (1965–1967) -- 7. Verbunden in »kritischer Solidarität«. Neujustierung von Positionen nach dem Sechstagekrieg (1967–1972) -- 8. Zusammenfassung und Ausblick -- Danksagung -- Zeittafel -- Abkürzungen -- Abbildungsverzeichnis -- Quellen- und Literaturverzeichnis -- Personenregister

Ab Ende der 1950er-Jahre engagierten sich die Deutsch-Israelischen Studiengruppen an westdeutschen Universitäten für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Im Jahr 1957 gründete der israelische Student Jochanan Bloch an der Freien Universität Berlin die erste Deutsch-Israelische Studiengruppe. Nach dem Berliner Vorbild konstituierten sich in den folgenden Jahren auch an anderen westdeutschen Universitäten parallele Gruppen. Mitte der 1960er-Jahre existierten zeitgleich insgesamt 19 solcher Gruppen mit etwa 600 bis 800 Mitgliedern. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalsozialismus und Holocaust engagierten sich die Mitglieder in Deutschland für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Jonas Hahn bettet die Geschichte dieser studentischen Vereinigung in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Auf Grundlage einer umfangreichen Quellensammlung liefert der Autor eine sozialgeschichtliche Analyse der Anfänge des deutsch-israelischen Beziehungsverhältnisses, in dem studentische und gesellschaftliche Akteure eine Vorreiterrolle einnahmen und mit ihrem Engagement politischen Entwicklungen und der offiziellen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 den Weg ebneten.

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