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Maintöchter : Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle in Frankfurt am Main 1933-1994 / von Alexander Zinn [electronic resource]

Von: Zinn, Alexander [author]Mitwirkende(r): Nomos eLibrary (Online service)Materialtyp: TextTextSprache: DeutschReihen: Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust ; 12Verlag: Göttingen Wallstein Verlag 2025Auflage: 1. Auflage 2025Beschreibung: 420 S. online resourceInhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783835357198; 9783835387706Schlagwörter: Geschichte | History | Gender | Strafrecht | Nationalsozialismus | Bundesrepublik | BRD | Justiz | Gender studies | Queer | Homosexualität | Intersexualität | Paragraph 175 | Transsexualität | Verfolgung | Queer Studies | LGBTI | LGBTIQAndere physische Formen: Printed edition: Online-Ressourcen: Volltext
Inhalte:
1 Einleitung -- 2 Alltag und Stigma-Management sexueller Minderheiten in den 1920er und 1930er Jahren -- 3 Strafrechtliche Verfolgung nach Paragraf 175 in den Jahren 1933 bis 1945 -- 4 Einweisungen in Konzentrationslager -- 5 Lesbische Frauen in der NS-Zeit -- 6 Trans- und Intersexuelle in der NS-Zeit -- 7 Selbstorganisation und Stigma‑Management (1945–1969) -- 8 Der Paragraf 175 nach 1945: Zwischen Verfolgung und Liberalisierung -- 9 Zwischen sexueller Befreiung und Aids-Krise (1969–1994) -- 10 Fazit -- Anhang
Zusammenfassung: Zwischen Verfolgung, Liberalisierung und Aufbruch: Am Beispiel Frankfurt am Mains wird die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert erzählt. Nicht ohne Hintersinn werden die Frankfurter Homo, Trans- und Intersexuellen in diesem Buch als »Maintöchter« tituliert, waren sie doch stets Töchter und Söhne dieser Stadt. Töchter und Söhne freilich, die recht stiefmütterlich behandelt wurden. Soziale Ächtung und staatliche Repression prägten ihren Alltag, viele reagierten aber auch mit beachtlichem Eigensinn und Widerstandswillen. Somit erzählt Alexander Zinn am Beispiel Frankfurts die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert: Er beleuchtet die massive Verfolgung homosexueller Männer in der NS-Zeit, die allmähliche Liberalisierung des gesellschaftlichen Klimas in der Nachkriegszeit und der Aufbruch der neuen Lesben- und Schwulenbewegung nach der Strafrechtsreform von 1969. Dabei wird deutlich, dass es trotz staatlicher Repression immer wieder gelang, Freiräume zu erkämpfen. So gab es selbst in der NS-Zeit einschlägige Treffpunkte, seit den 1950er Jahren wurde die Mainmetropole sogar als ein Eldorado der Homo- und Transsexuellenszene wahrgenommen. Die städtischen Behörden reagierten mit Kontrollen und Auflagen, duldeten die subkulturellen Nischen ansonsten aber. Für die »Betroffenen« erwies sich die Situation als ambivalent: Viele genossen die kleinen Freiheiten, nicht wenige zerbrachen aber auch an gesellschaftlicher Ablehnung und Isolation.
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1 Einleitung -- 2 Alltag und Stigma-Management sexueller Minderheiten in den 1920er und 1930er Jahren -- 3 Strafrechtliche Verfolgung nach Paragraf 175 in den Jahren 1933 bis 1945 -- 4 Einweisungen in Konzentrationslager -- 5 Lesbische Frauen in der NS-Zeit -- 6 Trans- und Intersexuelle in der NS-Zeit -- 7 Selbstorganisation und Stigma‑Management (1945–1969) -- 8 Der Paragraf 175 nach 1945: Zwischen Verfolgung und Liberalisierung -- 9 Zwischen sexueller Befreiung und Aids-Krise (1969–1994) -- 10 Fazit -- Anhang

Zwischen Verfolgung, Liberalisierung und Aufbruch: Am Beispiel Frankfurt am Mains wird die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert erzählt. Nicht ohne Hintersinn werden die Frankfurter Homo, Trans- und Intersexuellen in diesem Buch als »Maintöchter« tituliert, waren sie doch stets Töchter und Söhne dieser Stadt. Töchter und Söhne freilich, die recht stiefmütterlich behandelt wurden. Soziale Ächtung und staatliche Repression prägten ihren Alltag, viele reagierten aber auch mit beachtlichem Eigensinn und Widerstandswillen. Somit erzählt Alexander Zinn am Beispiel Frankfurts die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert: Er beleuchtet die massive Verfolgung homosexueller Männer in der NS-Zeit, die allmähliche Liberalisierung des gesellschaftlichen Klimas in der Nachkriegszeit und der Aufbruch der neuen Lesben- und Schwulenbewegung nach der Strafrechtsreform von 1969. Dabei wird deutlich, dass es trotz staatlicher Repression immer wieder gelang, Freiräume zu erkämpfen. So gab es selbst in der NS-Zeit einschlägige Treffpunkte, seit den 1950er Jahren wurde die Mainmetropole sogar als ein Eldorado der Homo- und Transsexuellenszene wahrgenommen. Die städtischen Behörden reagierten mit Kontrollen und Auflagen, duldeten die subkulturellen Nischen ansonsten aber. Für die »Betroffenen« erwies sich die Situation als ambivalent: Viele genossen die kleinen Freiheiten, nicht wenige zerbrachen aber auch an gesellschaftlicher Ablehnung und Isolation.

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