02822nam a2200265 4500001001800000003001700018005001700035007001500052008004100067020002700108020002600135024003100161040001600192100003800208245005400246264004300300300003500343336002600378337002600404338003600430500003700466520198600503653001502489856005202504978-3-8353-6101-0Wallstein Verlag20260703103446.0cr nn 008ma|||260410e20260409gw |||||o|||||||| ||ger|| a9783835393264 (Online) a9783835361010 (Print)7 a10.5771/97838353932642doi cRU-109071061 aKestel, Hans-Hermanneauthor4aut10aErich LoestbLebensthema DDRcHans-Hermann Kestel aGïöttingenbWallstein Verlagc2026 a1 online resource (1275 pages) atextbtxt2rdacontent acomputerbc2rdamedia aonline resourcebcr2rdacarrier aE-Book / Zugriff nur im Lesesaal0 aHans-Hermann Kestel entwirft ein ��beraus komplexes Themen- und Motivgeflecht�, das sowohl dem Kenner des Werkes von Erich Loest neue Einblicke erm�glicht, aber genauso jemandem, der schlichtweg �nur� daran interessiert ist, mehr �ber den Autor und seine Texte zu erfahren. Erich Loest, geb. 1926 in Mittweida/Sachsen, gest. 2013 in Leipzig, z�hlt zu den renommiertesten deutschsprachigen Autoren seiner Generation, in seinem Leben und Werk spiegeln sich die Br�che eines ganzen deutschen Jahrhunderts. Jugendliche Nazi-Begeisterung, amerikanische Kriegsgefangenschaft, fr�hes SED-Mitglied (1947), Redakteur der Leipziger Volkszeitung, erster Roman �Jungen die �brig blieben� mit 24 (1950), Studium am Leipziger Literaturinstitut, siebeneinhalb Jahre Zuchthaus wegen �konterrevolution�rer Gruppenbildung�, anschlie�end Schreiben unter Zensurbedingungen in der DDR, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik, 1990 nach Leipzig – m�gen Stichworte sein. Dass Hans-Hermann Kestel den Roman �Der elfte Mann� ins Zentrum seiner Darstellung r�ckt, ist ein so �berraschender wie einleuchtender Kunstgriff, weil er im Werk Erich Loests eine Schl�sselstellung einnimmt. Von ihm aus lassen sich interessante Verbindungslinien zu Loests bekannten Romanen �Schattenboxen�, �Es geht seinen Gang�, �V�lkerschlachtdenkmal�, �Zwiebelmuster� oder �Nikolaikirche� ziehen. Immer geht es Loest um zentrale Themen der DDR-Realit�t, das Verh�ltnis von Arbeiterschaft und Intelligenz, Fragen des Wohnens, patriarchalische Strukturen und Frauenemanzipation, Krankheit und Tod und die Sehnsucht der B�rger, sich die Welt zu erschlie�en. Und nicht zuletzt setzt Kestel die Prim�rerfahrung von Erich Loest in scharfes Licht, die �gemordete Zeit� im Zuchthaus Bautzen. aGeschichte zVolltextuhttps://doi.org/10.5771/9783835393264