TY - BOOK AU - Kreutz,Jan ED - Nomos eLibrary (Online service) TI - Erich von dem Bach-Zelewski: Karrieren der Gewalt zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik T2 - Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust SN - 9783835358423 PY - 2025/// CY - Göttingen PB - Wallstein Verlag KW - Geschichte KW - History KW - Biografie KW - Nationalsozialismus KW - Holocaust KW - Polen KW - Gewalt KW - Wehrmacht KW - Militär KW - Kriegsverbrechen KW - Ostfront KW - Shoah KW - SS KW - Massenmord KW - Warschauer Aufstand KW - Novemberpogrome KW - Täterbiografie N1 - E-Book / Zugriff nur im Lesesaal; E-Book / Nomos eLibrary; 1 Einleitung -- 2 Name, Konfession und soziale Herkunft -- 3 Selbstentwurf als Held und Mann: Erich von Zelewski (1914 – 1917) -- 4 Konjunkturen des Politischen: Erich von dem Bach-Zelewski (1917 – 1930) -- 5 Manager der Gewalt: Erich von dem Bach (1930 – 1945) -- 6 Neuerfindung in Nürnberg: Erich von dem Bach-Zelewski (1945 – 1949) -- 7 Fazit -- Anhang N2 - Die erste Monografie über einen der Hauptverantwortlichen für den Holocaust hinter der Ostfront im Sommer 1941. Der Werdegang Erich von dem Bach-Zelewskis entspricht in vielerlei Hinsicht einer klassischen Karriere der Gewalt im NS-Staat, gleichwohl hatte er seine Besonderheiten: mit 15 Jahren Freiwilliger im Ersten Weltkrieg, Kämpfer für die völkische Bewegung während der Weimarer Zeit, brutale Rache an politischen Gegnern zu Beginn der NS-Herrschaft, Organisator der Novemberpogrome in Schlesien. Als Höherer SS- und Polizeiführer Russland-Mitte koordinierte Bach-Zelewski die Ermordung der jüdischen Bevölkerung entlang des Mittelabschnitts der Ostfront und als Chef der »Bandenkampfverbände« entwickelte er die Strategie der Entvölkerung ganzer Landstriche, die er im August 1944 bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands anwendete. Auf der Basis akribischer Quellenarbeit zeichnet Jan Kreutz diese Verbrechen minutiös nach. Anhand von teils erstmals ausgewerteten Selbstzeugnissen zeigt er, wie Bach-Zelewski die von ihm angewendete Gewalt schreibend verarbeitete und sich dabei mehrfach neu erfand. Indem die Studie autobiografisches Schreiben als Teil des Gewaltprozesses begreift, fügt sie der Diskussion um die Täter des Holocaust einen neuen Aspekt hinzu UR - https://doi.org/10.5771/9783835387980 ER -