Nationalsozialistische Täterschaften Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie [electronic resource]
hrsg. von Oliver von Wrochem, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
- 3. Auflage 2025
- Berlin Metropol Verlag 2025
- 561 S. online resource
- Reihe Neuengammer Kolloquien 6 .
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Einleitung -- Neuere Täterforschung -- Dämonisierung, Viktimisierung, Diversifizierung -- „Dämonen“ – „Schreibtischtäter“ – „Pfadfinder“ -- Dietrich Kuhlbrodt im Gespräch mit Thomas Käpernick -- Unsere Mütter, unsere Großmütter -- Lieber „Kriegskind“ als „Täterkind“? -- Selbstbilder zwischen Unschuld und Verantwortung -- Bildungsarbeit zu Täterschaft und mit Nachkommen von Täterinnen und Tätern an Gedenkstätten -- Auseinandersetzung mit Täterschaft im Nationalsozialismus als Stärkung der persönlichen „humanen Autonomie“? -- Bildungsarbeit zu Täterschaft am Beispiel der Beschäftigung mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen -- Dokumentation I: Umgang mit Täterschaft – Perspektiven für die Zukunft: Monique Eckmann, Verena Haug, Astrid Messerschmidt und Jan Philipp Reemtsma im Gespräch mit Oliver von Wrochem -- Politisierung des Privaten oder Privatisierung des Politischen? -- Dokumentation II: Niklas Frank, Alexandra Senfft und Malte Ludin im Gespräch mit Horst Ohde über autobiografische Literatur und autobiografische Filme -- Weibliche und männliche Täterschaft im Familiengedächtnis -- Täterschaft im KZ Neuengamme in der lokalen Erinnerung -- Braunes Mehl – Die Vierländer Bäckereiund ihre NS-Vergangenheit -- Post-Genocide and Related Dialogue -- „B. ist zu unbekannt, Beurteilung nach Fragebogen“ -- „Er hatte auch eine verbrecherische Seite“ -- Stille Post – das beredte Schweigen meines Vaters -- Fotografien. Momente beim jüdisch-deutschen Begegnungstreffen 2003 -- Die Plastiktüte -- Mein Onkel, der Lagerführer -- Eine andere Schuld? -- Frühling – mal drei. Biografische Anmerkungen -- Zum Fortdauern nationalsozialistischer Ideologie in der Familie. Die Folgen von Täterschaft in der zweiten Generation -- Mein Vater – sein Leben und mein Leben -- Ein KZ-Kommandant in der Familie. Begegnungen mit Ralph und Helga Schwerdt -- Spuren der Vergangenheit -- Die verschleiernde Sprache der NS-Täter in Selbstzeugnissen und Ermittlungsakten. Mein Großvater als Offizier in der Waffen-SS -- Opa war nicht in der SS. Annäherung an Täterschaft in meiner Familie -- „… er hat das Schlimmste noch verhindert …“. Mein Großvater – ein Ortsgruppenleiter im NS-Staat -- „Kein schöner Land …“ -- Drei Generationen und eine Erinnerungsreise. Wie sich Narrative in Familien der Täter durchbrechen lassen -- Ball gegen die Auffahrt. Zwischen Goethe, Jünger und OKH-Treffen -- Abstracts (English) -- Autorinnen und Autoren -- Hinweise zur DVD
Familiäre, wissenschaftliche und gesellschaftliche Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis zueinander. Der Sammelband bündelt mit 34 Beiträgen eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Die ersten drei Kapitel stellen internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion, in den folgenden zwei Themenblöcken präsentieren Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern ihre Sicht auf die Folgewirkungen in Familie und Gesellschaft. Der als DVD beiliegende Film „Nationalsozialistische Täterschaft in der eigenen Familie. Erinnerungsberichte der zweiten und dritten Generation“ versammelt zehn filmische Porträts, in denen Nachkommen von NS-Täterinnen und Tätern über ihre Auseinandersetzung mit Täterschaft in der Familie und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben berichten.