TY - BOOK AU - Hassink,Jan ED - Nomos eLibrary (Online service) TI - Sport an der Grenze: Alltag und Gewalt im von Deutschland besetzten Elsass während des Zweiten Weltkriegs T2 - Besatzungsgesellschaften SN - 9783835358331 PY - 2025/// CY - Göttingen PB - Wallstein Verlag KW - Geschichte KW - History KW - Frankreich KW - Widerstand KW - Nationalsozialismus KW - Zweiter Weltkrieg KW - Diktatur KW - Aktivität KW - Wettkampf KW - Alltagsgeschichte KW - Besatzung KW - Annexion KW - Sportverein KW - Vereinsgeschichte KW - Germanisierung KW - Grand Est N1 - E-Book / Zugriff nur im Lesesaal; E-Book / Nomos eLibrary; I. Einleitung -- II. »Wieder heraus auf den Rasen!« Sport zwischen Kontrolle, Normalität und Disziplinierung -- III. »Sich-Einrichten im Unübersichtlichen« -- IV. Interaktionen und Sich-Messen. Kontakte, Aufeinandertreffen und Abgrenzungen im Sport -- V. Sport unter der Besatzung zwischen Freiwilligkeit und Zwang -- VI. Sport unter radikalisierten Bedingungen -- VII. Fazit -- Résumé français -- Abkürzungsverzeichnis -- Archivkürzel -- Quellenverzeichnis -- Literaturverzeichnis -- Orts- und Vereinsregister -- Dank N2 - Sport verspricht Ablenkung und Zerstreuung in krisenhaften Zeiten. Welche Rolle spielten sportliche Aktivitäten im Alltag der Menschen im Elsass während des Zweiten Weltkriegs? Wie nur wenige andere Aktivitäten steht Sport für Momente des privaten Zeitvertreibs. Zugleich stiftet er Zugehörigkeit, kann jedoch auch in Drill und Gewalt umschlagen. Jan Hassink untersucht aus unterschiedlichen Perspektiven den Sport im Elsass nach dessen Annexion an das Deutsche Reich während des Zweiten Weltkriegs. Er fragt danach, auf welche Weise und nach welchen Logiken deutsche Behörden in das öffentliche Sportleben eingriffen, galt das Elsass doch als zu »germanisierender« Grenzraum und der Sport als ein Mittel, nationalsozialistische Ordnungsvorstellungen im Alltag der Bevölkerung zu verankern. Wie organisierten Vereine unter diesen Bedingungen ihre Aktivitäten? Welche Orientierung bot der Sport in einem zutiefst unsicher gewordenen Alltag? Anhand von Ego-Dokumenten und Vereinskorrespondenzen rekonstruiert die Arbeit Handlungsräume von Sportler:innen. Vereinsverbote, Vergabe von Privilegien und Aushandlungsprozesse um Sporträume machen dabei In- und Exklusionen sowie die vielfältigen Interaktionen zwischen Besatzern und Bevölkerung der besetzten Region sichtbar. Der Blick auf den Eigensinn sportlicher Praktiken offenbart ein Nebeneinander unterschiedlicher Erfahrungen und erweitert somit die Besatzungsgeschichte jenseits des binären Narrativs von Widerstand und Kollaboration UR - https://doi.org/10.5771/9783835387928 ER -