Repressionspolitik und Deportationspraxis im besetzten Frankreich 1940–1944 Akteure, Feindbilder, Verfolgtengruppen [electronic resource]
von Christine Eckel
- 1. Auflage 2025
- Berlin Metropol Verlag 2025
- 444 S. online resource
- Reihe Neuengammer Kolloquien 11 .
E-Book / Zugriff nur im Lesesaal E-Book / Nomos eLibrary
Einleitung -- 1. Von den „Flitterwochen“ zur Verschärfung der Repressionspolitik (Juni 1940 bis Ende 1941) -- 2. Deportationen als Mittel der Repression und rassistischen Verfolgung (Ende 1941 bis Anfang 1943) -- 3. Die Polizeimaßnahmen in Marseille im Januar 1943 -- 4. Deportationen in Konzentrationslager als Routinemaßnahme und präventives Instrument der Repressionspolitik (Frühjahr 1943 bis Frühjahr 1944) -- 5. Radikalisierung der polizeilich-militärischen Repressions- und Vergeltungspraxis (Mai 1944 bis Herbst 1944) -- Schlussbetrachtung -- Danksagung -- Abkürzungsverzeichnis -- Quellen- und Literaturverzeichnis -- Personenregister -- Die Autorin
Deportationen in Konzentrationslager waren ein zentrales Element deutscher Besatzungspolitik in Frankreich. Deportationsmaßnahmen richteten sich zwischen 1941 und 1944 zum einen gegen die jüdische Bevölkerung, aber auch über 76.000 nichtjüdische Männer und Frauen waren betroffen. Diese zweite Gruppe steht im Zentrum der Studie: Wie entwickelten sich Repressionspolitik und Deportationspraxis? In welchem Verhältnis standen die Besatzungsstellen und das kollaborierende Vichy-Regime? Und wie wirkte sich das expandierende KZ-System auf die Besatzungsstrukturen und die Verfolgung dieser Männer und Frauen aus? An ausgewählten Fallbeispielen, vor allem aus der Auvergne, der Bretagne, Marseille und Paris, werden Aushandlungsprozesse und Konflikte zwischen deutschen und französischen Akteuren analysiert sowie Verhaftungskontexte dargestellt. Ein Fokus liegt auf der Deportation in das KZ Neuengamme, das ein Hauptzielort der Transporte nichtjüdischer Menschen aus Frankreich war.