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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2025 / hrsg. von Claudia C. Gatzka, Ulrich Mählert, Dominik Rigoll [electronic resource]

Mitwirkende(r): Gatzka, Claudia C [editor] | Mählert, Ulrich [editor] | Rigoll, Dominik [editor] | Nomos eLibrary (Online service)Materialtyp: TextTextSprache: DeutschReihen: Jahrbuch für Historische KommunismusforschungVerlag: Berlin Metropol Verlag 2025Auflage: 1. Auflage 2025Beschreibung: 297 S. online resourceInhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783863317928; 9783748953944Schlagwörter: Geschichte | History | Demokratie | Kommunismus | KommunismusforschungAndere physische Formen: Printed edition: Online-Ressourcen: Volltext
Inhalte:
Der Ort des Kommunismus in den westeuropäischen Demokratien seit 1945. Einleitende Bemerkungen zum Beginn einer Spurensuche -- Wie die Randständigkeit des Kommunismus die Bundesrepublik prägte. Überlegungen aus dem Vergleich mit ihren westeuropäischen Nachbarn -- Der Kommunismus in Frankreich. Ambivalenter Akteur im Prozess der Demokratisierung des politischen Lebens -- Demokratie und Kommunismus in Bologna (1945–1956). Zu den ambivalenten Wirkungen eines stalinistisch geprägten Führungspersonals -- Kommunismus und Demokratie in der Bundesrepublik (1945–1968) -- Kommunistinnen, Wohlfahrt und Lokaldemokratie im „roten“ Bologna. Ein Interpretationsvorschlag -- Die Demokratisierung des Staates in der Politik der italienischen Kommunistinnen im Parlament (1968–1983) -- Kommunismus, Wahlkampf und Demokratie in den Niederlanden (ca. 1945 bis 1970er-Jahre) -- Kommunisten im Betrieb. Alternativen zur gewerkschaftlichen Demokratie der 1970er Jahre -- A British Road to Socialism? Die Kommunistische Partei Großbritanniens und der große Bergarbeiterstreik 1984/85 -- Beiträge jüdischer Kommunistinnen und Kommunisten zur Erinnerungskultur der Bundesrepublik am Beispiel von Emil Carlebach und Esther Bejarano -- „Antifaschistische Traditionsbildung“ als demokratische Praxis. Kommunistische Überlebende und die Gedenkstättenbewegung im Emsland -- Die Portugiesische Kommunistischen Partei in der Nelkenrevolution 1974/75 -- Eurokommunismus und Demokratie: Fallstudie über einen kommunistischen Kader in der spanischen Transition -- Die Utopie als Nicht-Ort. Zum Verhältnis der Kritischen Theorie zum Kommunismus und zur liberalen Demokratie -- Vom Kommunismus zur wehrhaften sozialen Demokratie. Politische Impulse und Lernerfahrungen ehemaliger Kommunisten innerhalb von SPD und Gewerkschaften nach 1945 -- Das ambivalente Erbe der kommunistischen Bewegung: Ehemalige Kommunisten als Kommunismusforscher in der »alten« Bundesrepublik -- Vom Kommunismus zur »Linken«: Postkommunistische Parteien in Westeuropa nach 1989 -- Herausgeberin und Herausgeber des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025 -- Autorinnen und Autoren des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025
Zusammenfassung: »Er hat dem Bundestag viel Farbe gegeben, und viele unserer Kollegen haben bei mancher Gelegenheit bedauert, dass seine Stimme im Chore fehlte.« So beschrieb der sozialdemokratische Bundestagsvizepräsident Carlo Schmid im Jahr 1964 den verstorbenen Kommunisten Heinz Renner. Zu diesem Zeitpunkt war die KPD in der Bundesrepublik bereits seit acht Jahren verboten. Doch wie klang die kommunistische »Stimme im Chore« der parlamentarischen Demokratie? Der Band macht sich auf die Suche nach dem Ort des Kommunismus in westeuropäischen Demokratien seit 1945. Er fragt nach den Wechselwirkungen von kommunistischen Parteien und liberal-demokratischer Ordnung, nach Anpassungen, Verschmelzungen und gegenseitigem Einfluss. Dabei richtet sich der Blick nach Westdeutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien und in die Niederlande. Die Beiträge verdeutlichen, wie Kommunistinnen und Kommunisten von dem demokratischen Kontext geprägt wurden, in dem sie sich bewegten, und welche Wirkung sie darin entfalten konnten.
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Der Ort des Kommunismus in den westeuropäischen Demokratien seit 1945. Einleitende Bemerkungen zum Beginn einer Spurensuche -- Wie die Randständigkeit des Kommunismus die Bundesrepublik prägte. Überlegungen aus dem Vergleich mit ihren westeuropäischen Nachbarn -- Der Kommunismus in Frankreich. Ambivalenter Akteur im Prozess der Demokratisierung des politischen Lebens -- Demokratie und Kommunismus in Bologna (1945–1956). Zu den ambivalenten Wirkungen eines stalinistisch geprägten Führungspersonals -- Kommunismus und Demokratie in der Bundesrepublik (1945–1968) -- Kommunistinnen, Wohlfahrt und Lokaldemokratie im „roten“ Bologna. Ein Interpretationsvorschlag -- Die Demokratisierung des Staates in der Politik der italienischen Kommunistinnen im Parlament (1968–1983) -- Kommunismus, Wahlkampf und Demokratie in den Niederlanden (ca. 1945 bis 1970er-Jahre) -- Kommunisten im Betrieb. Alternativen zur gewerkschaftlichen Demokratie der 1970er Jahre -- A British Road to Socialism? Die Kommunistische Partei Großbritanniens und der große Bergarbeiterstreik 1984/85 -- Beiträge jüdischer Kommunistinnen und Kommunisten zur Erinnerungskultur der Bundesrepublik am Beispiel von Emil Carlebach und Esther Bejarano -- „Antifaschistische Traditionsbildung“ als demokratische Praxis. Kommunistische Überlebende und die Gedenkstättenbewegung im Emsland -- Die Portugiesische Kommunistischen Partei in der Nelkenrevolution 1974/75 -- Eurokommunismus und Demokratie: Fallstudie über einen kommunistischen Kader in der spanischen Transition -- Die Utopie als Nicht-Ort. Zum Verhältnis der Kritischen Theorie zum Kommunismus und zur liberalen Demokratie -- Vom Kommunismus zur wehrhaften sozialen Demokratie. Politische Impulse und Lernerfahrungen ehemaliger Kommunisten innerhalb von SPD und Gewerkschaften nach 1945 -- Das ambivalente Erbe der kommunistischen Bewegung: Ehemalige Kommunisten als Kommunismusforscher in der »alten« Bundesrepublik -- Vom Kommunismus zur »Linken«: Postkommunistische Parteien in Westeuropa nach 1989 -- Herausgeberin und Herausgeber des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025 -- Autorinnen und Autoren des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung 2025

»Er hat dem Bundestag viel Farbe gegeben, und viele unserer Kollegen haben bei mancher Gelegenheit bedauert, dass seine Stimme im Chore fehlte.« So beschrieb der sozialdemokratische Bundestagsvizepräsident Carlo Schmid im Jahr 1964 den verstorbenen Kommunisten Heinz Renner. Zu diesem Zeitpunkt war die KPD in der Bundesrepublik bereits seit acht Jahren verboten. Doch wie klang die kommunistische »Stimme im Chore« der parlamentarischen Demokratie? Der Band macht sich auf die Suche nach dem Ort des Kommunismus in westeuropäischen Demokratien seit 1945. Er fragt nach den Wechselwirkungen von kommunistischen Parteien und liberal-demokratischer Ordnung, nach Anpassungen, Verschmelzungen und gegenseitigem Einfluss. Dabei richtet sich der Blick nach Westdeutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien und in die Niederlande. Die Beiträge verdeutlichen, wie Kommunistinnen und Kommunisten von dem demokratischen Kontext geprägt wurden, in dem sie sich bewegten, und welche Wirkung sie darin entfalten konnten.

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