Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter [electronic resource]
Rando, Daniela
Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter [electronic resource] von Daniela Rando - 1. Auflage 2025 - Göttingen Wallstein Verlag 2025 - 66 S. online resource - Das mittelalterliche Jahrtausend 12 .
E-Book / Zugriff nur im Lesesaal E-Book / Nomos eLibrary
1. Infografik im Mittelalter – eine Arbeitshypothese -- 2. Bilder der göttlichen Ordnung -- 3. ›Per visibilia ad invisibilia‹ – Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren -- 4. Opicinus’ ›Know-how‹ -- 5. Opicinus’ Körperwelten -- 6. ›Machines for Thinking‹ -- Zu Person und Werk der Autorin
»Infografik« ist ein zeitgemäßer Begriff – doch können ähnliche kreative Visualisierungspraktiken bereits in der Lehre und Wissenschaft des Mittelalters aufgezeigt werden. Seit dem 12. Jahrhundert erfuhren Schema-Bilder, d.h. Abbildungen in abstrakter und schematischer Form, nach dem Vorbild ihrer Verwendung im antiken Schulunterricht weite Verbreitung in der Wissenschaft, im Recht sowie in der Historiografie, Chronologie und Kartografie. Ihr Einsatz wirkte nicht nur strukturierend und wissensorganisierend, sondern barg kreatives und hermeneutisches Potenzial – in etwa vergleichbar mit Simulationen eines Schwarzen Lochs in unseren Tagen. Die Abhandlung möchte Schema-Bilder anhand von norditalienischen Beispielen – etwa aus den Pergamentrollen von Vercelli (12.–13. Jahrhundert) oder dem einzigartigen Werk Opizzinos de Canistris’ (1296–ca. 1353) aus dem benachbarten Pavia – als »tools for thinking« veranschaulichen. Diese faszinierenden Bilder wirken dynamisch und imaginativ und tragen zur aktuellen Diskussion über die »knowledge generating visualization« bei, eine Visualisierung »zwischen Gehirn und Hand« (M. Kupfer), die für das Spätmittelalter die »technisch-mediale Bedingtheit von Wissen« (H. Bredekamp) bestätigt.
9783835358003 9783835387805
10.5771/9783835387805 doi
Geschichte
History
Medien Unterricht Historiographie Medialität Lehre Visualisierung Struktur Historische Bildungsforschung Wissensgeschichte Bildnis Schema-Bilder
Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter [electronic resource] von Daniela Rando - 1. Auflage 2025 - Göttingen Wallstein Verlag 2025 - 66 S. online resource - Das mittelalterliche Jahrtausend 12 .
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1. Infografik im Mittelalter – eine Arbeitshypothese -- 2. Bilder der göttlichen Ordnung -- 3. ›Per visibilia ad invisibilia‹ – Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren -- 4. Opicinus’ ›Know-how‹ -- 5. Opicinus’ Körperwelten -- 6. ›Machines for Thinking‹ -- Zu Person und Werk der Autorin
»Infografik« ist ein zeitgemäßer Begriff – doch können ähnliche kreative Visualisierungspraktiken bereits in der Lehre und Wissenschaft des Mittelalters aufgezeigt werden. Seit dem 12. Jahrhundert erfuhren Schema-Bilder, d.h. Abbildungen in abstrakter und schematischer Form, nach dem Vorbild ihrer Verwendung im antiken Schulunterricht weite Verbreitung in der Wissenschaft, im Recht sowie in der Historiografie, Chronologie und Kartografie. Ihr Einsatz wirkte nicht nur strukturierend und wissensorganisierend, sondern barg kreatives und hermeneutisches Potenzial – in etwa vergleichbar mit Simulationen eines Schwarzen Lochs in unseren Tagen. Die Abhandlung möchte Schema-Bilder anhand von norditalienischen Beispielen – etwa aus den Pergamentrollen von Vercelli (12.–13. Jahrhundert) oder dem einzigartigen Werk Opizzinos de Canistris’ (1296–ca. 1353) aus dem benachbarten Pavia – als »tools for thinking« veranschaulichen. Diese faszinierenden Bilder wirken dynamisch und imaginativ und tragen zur aktuellen Diskussion über die »knowledge generating visualization« bei, eine Visualisierung »zwischen Gehirn und Hand« (M. Kupfer), die für das Spätmittelalter die »technisch-mediale Bedingtheit von Wissen« (H. Bredekamp) bestätigt.
9783835358003 9783835387805
10.5771/9783835387805 doi
Geschichte
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Medien Unterricht Historiographie Medialität Lehre Visualisierung Struktur Historische Bildungsforschung Wissensgeschichte Bildnis Schema-Bilder