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Schwierige Justiz : Die Prozesse wegen deutscher Kriegsverbrechen in Italien 1943-2013 / Marco De Paolis, Paolo Pezzino

Mitwirkende(r): De Paolis, Marco [editor] | Pezzino, Paolo [editor]Materialtyp: TextTextSprache: DeutschReihen: Deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg ; 2Göttingen Wallstein Verlag 2026Auflage: 1Beschreibung: 1 online resource (157 pages)Inhaltstyp: text Medientyp: computer Datenträgertyp: online resourceISBN: 9783835388727 (Online); 9783835359185 (Print)Schlagwörter: GeschichteOnline-Ressourcen: Volltext Schlagwort: Die Verbrechen an der italienischen Zivilbev�lkerung w�hrend der deutschen Besatzung 1943-1945 blieben jahrzehntelang unges�hnt. Was waren die Gr�nde f�r die langwierige juristische Aufarbeitung? Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die juristische Verfolgung der Verbrechen, die w�hrend der deutschen Besatzung an der italienischen Zivilbev�lkerung begangen wurden, stark eingeschr�nkt. Nur in einigen wenigen spektakul�ren F�llen wurde tats�chlich ermittelt. Die Alliierten verzichteten weitgehend darauf, die deutschen T�ter zur Rechenschaft zu ziehen, und auch die Italiener beendeten diese Phase der Strafverfolgung - von wenigen Verurteilungen abgesehen - schon bald. Erst 1994 kam erneut Bewegung in die juristische Aufarbeitung, als im Palazzo Cesi in Rom, dem Sitz der italienischen Milit�rgeneralstaatsanwaltschaft, der sogenannte Schrank der Schande entdeckt wurde. Dort lagerten Hunderte von Gerichtsakten zu den zahlreichen zwischen 1943 und 1945 begangenen Kriegsverbrechen, die 1960 von der Milit�rgeneralstaatsanwaltschaft illegal archiviert worden waren. Die Gr�nde f�r die eingeschr�nkte, verz�gerte und schlie�lich verweigerte Gerechtigkeit lagen unter anderem in der Staatsr�son, dem Schutz der italienischen Kriegsverbrecher und einer milit�rischen Kultur, die weder der Verteidigung der Zivilbev�lkerung im Krieg Priorit�t einr�umte, noch bereit war, die Immunit�t der Uniformierten infrage zu stellen.
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Die Verbrechen an der italienischen Zivilbev�lkerung w�hrend der deutschen Besatzung 1943-1945 blieben jahrzehntelang unges�hnt. Was waren die Gr�nde f�r die langwierige juristische Aufarbeitung? Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die juristische Verfolgung der Verbrechen, die w�hrend der deutschen Besatzung an der italienischen Zivilbev�lkerung begangen wurden, stark eingeschr�nkt. Nur in einigen wenigen spektakul�ren F�llen wurde tats�chlich ermittelt. Die Alliierten verzichteten weitgehend darauf, die deutschen T�ter zur Rechenschaft zu ziehen, und auch die Italiener beendeten diese Phase der Strafverfolgung - von wenigen Verurteilungen abgesehen - schon bald. Erst 1994 kam erneut Bewegung in die juristische Aufarbeitung, als im Palazzo Cesi in Rom, dem Sitz der italienischen Milit�rgeneralstaatsanwaltschaft, der sogenannte Schrank der Schande entdeckt wurde. Dort lagerten Hunderte von Gerichtsakten zu den zahlreichen zwischen 1943 und 1945 begangenen Kriegsverbrechen, die 1960 von der Milit�rgeneralstaatsanwaltschaft illegal archiviert worden waren. Die Gr�nde f�r die eingeschr�nkte, verz�gerte und schlie�lich verweigerte Gerechtigkeit lagen unter anderem in der Staatsr�son, dem Schutz der italienischen Kriegsverbrecher und einer milit�rischen Kultur, die weder der Verteidigung der Zivilbev�lkerung im Krieg Priorit�t einr�umte, noch bereit war, die Immunit�t der Uniformierten infrage zu stellen.

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