Normale Ansicht MARC-Ansicht ISBD

„Umbau des ganzen Lebens“ : Der Bund. Gemeinschaft für sozialistisches Leben – Kulturrevolution und Politik in einem Langzeitexperiment / von Norbert Reichling [electronic resource]

Von: Reichling, Norbert [author]Mitwirkende(r): Nomos eLibrary (Online service)Materialtyp: TextTextSprache: DeutschVerlag: Berlin Metropol Verlag 2025Auflage: 1. Auflage 2025Beschreibung: 357 S. online resourceInhaltstyp: Text Medientyp: Computermedien Datenträgertyp: Online ResourceISBN: 9783863317959; 9783748953890Schlagwörter: Geschichte | History | Jugendbewegung | Arbeiterbewegung | LebensreformAndere physische Formen: Printed edition: Online-Ressourcen: Volltext
Inhalte:
Vorwort -- Einführung -- „… keine Organisation im gewöhnlichen Sinn“ -- Zur Biografie von Artur und Dore Jacobs -- Intellektuelle Impulse für eine „Gemeinschaft moralischer Wesen“ -- Mehr als Gymnastik: Bewegungsbildung -- „Lernen als Lebensluft“. Theorie und Praxis einer neuen Bildungsarbeit -- Bund, Orden und sozialistische Lebensgestaltung -- Zwischen den Arbeiterparteien -- „Mann und Frau als Kampfgenossen“ -- „verschweigen, tarnen, lügen …“: Der Bund in den Katakomben der Nazi-Zeit -- Das „Judenhilfswerk“ des Bundes -- Nach 1945: Ist ein Neubeginn möglich? -- Wieder da: in der Erwachsenen- und in der Bewegungsbildung -- Tätiges Leben: „es gibt keine klaren Fronten mehr“ -- Ein Baum in Yad Vashem? Die „Gerechten“ des Bundes -- Gebunden und beweglich. Ein Resümee -- Dank -- Anhang -- Nachruf: Norbert Reichling (1952–2024): Politischer Bildner, Erinnerungsarbeiter, Forscher und Publizist von Heidi Behrens und Paul Ciupke
Zusammenfassung: 1924 gründeten Frauen und Männer in Essen den „Bund“, der sich an Lebensreform, Jugend- und Arbeiterbewegung orientierte. Mitglieder unterrichteten an Volkshochschulen im Ruhrgebiet, initiierten Bildungs- und Kulturprojekte nah am linken Parteienspektrum. Charakteristisch für sie war (und ist bis heute) eine ganzheitliche Bewegungslehre. Die zeitweise über 200 Mitglieder propagierten einen „Umbau“ der Gesellschaft wie der privaten Beziehungen; strenge Regeln waren Kant’scher Ethik und sozialistischen Theorien verpflichtet. Aus Gegnerschaft zum Nationalsozialismus unterstützte der Bund jüdische Menschen und bot rettende Verstecke. Erst spät wurde dieser Widerstand öffentlich gewürdigt. Der Band entfaltet die Geschichte eines beharrlichen Kollektivs und stellt sie in die Zeitströmungen der 1920er- bis 1980er-Jahre.
Exemplare
Buchcover Medientyp Aktuelle Bibliothek Heimatbibliothek Sammlung Standort Signatur Beilagen Band/Heft URL Exemplarnummer Status Hinweise Fälligkeitsdatum Barcode Vormerkungen Rang in Vormerkungen Semesterapparate
E-Books MWN Osteuropa Online-Ressource E-25-e00890 (Regal durchstöbern(Öffnet sich unterhalb)) Verfügbar 75773

E-Book / Zugriff nur im Lesesaal

E-Book / Nomos eLibrary

Vorwort -- Einführung -- „… keine Organisation im gewöhnlichen Sinn“ -- Zur Biografie von Artur und Dore Jacobs -- Intellektuelle Impulse für eine „Gemeinschaft moralischer Wesen“ -- Mehr als Gymnastik: Bewegungsbildung -- „Lernen als Lebensluft“. Theorie und Praxis einer neuen Bildungsarbeit -- Bund, Orden und sozialistische Lebensgestaltung -- Zwischen den Arbeiterparteien -- „Mann und Frau als Kampfgenossen“ -- „verschweigen, tarnen, lügen …“: Der Bund in den Katakomben der Nazi-Zeit -- Das „Judenhilfswerk“ des Bundes -- Nach 1945: Ist ein Neubeginn möglich? -- Wieder da: in der Erwachsenen- und in der Bewegungsbildung -- Tätiges Leben: „es gibt keine klaren Fronten mehr“ -- Ein Baum in Yad Vashem? Die „Gerechten“ des Bundes -- Gebunden und beweglich. Ein Resümee -- Dank -- Anhang -- Nachruf: Norbert Reichling (1952–2024): Politischer Bildner, Erinnerungsarbeiter, Forscher und Publizist von Heidi Behrens und Paul Ciupke

1924 gründeten Frauen und Männer in Essen den „Bund“, der sich an Lebensreform, Jugend- und Arbeiterbewegung orientierte. Mitglieder unterrichteten an Volkshochschulen im Ruhrgebiet, initiierten Bildungs- und Kulturprojekte nah am linken Parteienspektrum. Charakteristisch für sie war (und ist bis heute) eine ganzheitliche Bewegungslehre. Die zeitweise über 200 Mitglieder propagierten einen „Umbau“ der Gesellschaft wie der privaten Beziehungen; strenge Regeln waren Kant’scher Ethik und sozialistischen Theorien verpflichtet. Aus Gegnerschaft zum Nationalsozialismus unterstützte der Bund jüdische Menschen und bot rettende Verstecke. Erst spät wurde dieser Widerstand öffentlich gewürdigt. Der Band entfaltet die Geschichte eines beharrlichen Kollektivs und stellt sie in die Zeitströmungen der 1920er- bis 1980er-Jahre.

Print version record

Es gibt keine Kommentare für diesen Titel.

um einen Kommentar hinzuzufügen.